Landschaftsgestalter Biber

 

Der Biber verändert seinen Lebensraum, wie kein anderes Tier. Durch seine Bau- und Stauaktivitäten entstehen dynamische und strukturreiche Gewässer. Davon können viele andere Tiere und Pflanzen nachweislich profitieren. Deshalb unterstützt die Aktion Biber & Co den Biber bei seiner Ausbreitung und hilft mit, bei Konflikten verträgliche Lösungen zu suchen.

 

Bibermonitoring im Kanton Luzern

Im Winter 2017/2018 führte die Aktion Biber & Co zusammen mit der kantonalen Dienststelle für Landwirtschaft und Wald (lawa) und mit Hilfe von 14 Freiwilligen das erste kantonale Bibermonitoring durch.

Aufgrund der gefundenen Spuren wird der Biberbestand in Luzern (Stand Winter 17/18) auf 75 Tiere geschätzt. Die Verbreitung und die Einteilung in Familien- oder Einzel-/Paarreviere sind auf der Karte ersichtlich.

Weitere Infos dazu finden Sie hier.

Die Biber breiten sich im Kanton Luzern vom Norden her aus.

 

Weg frei für den Biber!

Im luzernischen Reussabschnitt gibt es schon länger Biber. Auf der Suche nach einem eigenen Revier dringt deren Nachwuchs immer weiter in Richtung Vierwaldstättersee vor. Das Wehr und Wasserkraftwerk Mühleplatz in Luzern war jedoch bisher ein unüberwindbares Hindernis.

Im März 2020 wurde mit finanzieller Unterstützung des ewl ökofonds und der Fachstelle Umweltschutz der Stadt Luzern eine Rampe gebaut, die das Hindernis für den Biber überwindbar macht. Der Architekt Eugen Mugglin aus Luzern, der das Projekt fachlich begleitete, hat auf sein Honorar verzichtet. Nun steht dem Biber der Zugang zum Vierwaldstättersee und seinen Zuflüssen offen, welche bisher noch nicht besiedelt sind. Weitere Infos finden Sie hier.

Biberrampe beim Kraftwerk Mühleplatz, Luzern