Erfolg für Umwelt- und Fischereiverbände im Rechtsfall Kraftwerk Waldemme

Die Umweltverbände WWF, Aqua Viva und Pro Natura, sowie der Fischereiverband freuen sich über das gestern zugestellte Urteil des Luzerner Kantonsgerichts zum geplanten Kraftwerk der CKW an der Waldemme. Das Gericht wertet die in der Restwasserstrecke gelegene Lammschlucht als eine schützenswerte Landschaft, welche so im Kanton kaum mehr anzutreffen ist. Dem Schutz werde zu wenig Beachtung geschenkt und die Wirtschaftlichkeit des Kraftwerks sei ungenügend nachgewiesen. 

Das Gericht bestätigt im Urteil die Haltung der Natur- und Umweltverbände, wonach natürliche Landschaften für wenig Strom nicht unverhältnismässig beeinträchtigt werden dürfen. Es besteht demnach ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Erhaltung des Landschaftsbildes im Bereich der Lammschlucht. Das Urteil hält fest, dass der Lammschlucht als bedeutendes Landschaftselement bei der Festlegung der Restwassermenge im Rahmen der Interessenabwägung (Art. 33 GSchG) stärker Rechnung getragen werden muss. Zudem sei die Bedeutung des Beitrags an die heimische Energieerzeugung gering, womit die Auswirkungen auf die Natur stärker zu beachten seien. Insgesamt sei die Wirtschaftlichkeit des Projekts nur unvollständig ermittelt worden. Der Fall wird damit an die Vorinstanz, den Regierungsrat, zur Neubeurteilung zurückgewiesen. Die Umweltverbände sind überzeugt, dass die Ziele der Energiestrategie 2050 nur mit wirklich effizienten Kraftwerken erreicht werden können. Ein Kraftwerk in der Lammschlucht wäre für Landschaft, Natur und Bevölkerung ein unnötiges Opfer.

Kontaktpersonen

  • Kurt Eichenberger, Geschäftsleiter WWF Luzern, Tel.  079 830 96 80
  • Benjamin Leimgruber, Aqua Viva, Tel. 078 736 61 81
  • Thomas Stalder, Fischereiverband Luzern, Tel. 079 370 88 49