Kein Marschhalt für das Hochwasserschutzprojekt Reuss

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Der Kantonsrat hat am 19. September beschlossen, keinen Marschhalt im Hochwasserschutzprojekt Reuss einzulegen. Die Umweltverbände Aqua Viva, BirdLife, Pro Natura und WWF begrüssen den Entscheid. Ein Marschhalt ist unnötig. Das bestehende Projekt ist trotz der Kritik der Umweltverbände eine Grundlage, auf der sich aufbauen lässt. Und: Die Sicherheit der Bevölkerung muss gewährleistet werden.

Die Umweltverbände fordern den Kanton nun auf, das Projekt mit aller Kraft vorwärtszutreiben. Dabei sind die notwendigen ökologischen Verbesserungen vorzunehmen, um das Projekt für Natur und Mensch zu einem grossen Gewinn werden zu lassen. Hochwasserschutz und die Wiederherstellung des natürlichen Verlaufes unserer Gewässer ergänzen sich und gehen Hand in Hand. Wo technisch machbar, muss per Gesetz der natürliche Verlauf eines Gewässers wiederhergestellt werden. Ausreichender Raum und vielfältige Strukturen bieten einen besseren Schutz vor Hochwasser. Langfristig sinken so auch die Unterhaltskosten und die Region profitiert doppelt, wenn die entstehenden Auen dank guter Besucherlenkung erlebbar werden.

Im Vorfeld zur Abstimmung im Kantonsrat hat Pro Natura Luzern zusammen mit den anderen Umweltorganisationen einen Brief an alle Kantonsräte verschickt.