Schutzgebietspflege

Foto: Niklaus Troxler

Ein Pistenfahrzeug im Ried …

Für diese Pflegearbeiten stellt der Kanton bereits seit 1987 eine Spezialmähmaschine zur Verfügung. In einem Arbeitsgang mäht und zerkleinert die Maschine das Material. Das Häckselgut wird in den mitgeführten Container geschleudert und am Rand des Schutzgebiets abgeladen. Von hier aus wird die zerkleinerte Streue auf Mistzetter geladen und in der Regel auf abgeerntete Felder ausgebracht.

… und ein Bagger im Schutzgebiet?

Ein Bagger in einem Schutzgebiet von Pro Natura? Dies wird häufig nicht verstanden und löst manchmal gar ein Kopfschütteln aus. Auf den ersten Blick eine nachvollziehbare Reaktion. Doch ohne menschliche Eingriffe, gelegentlich eben sogar mit dem Bagger, würde ein Flachwassertümpel mit seinen speziellen Tier- und Pflanzenarten mit der Zeit verlanden und sich schliesslich zu einem Bruchwald entwickeln – viele Lebensraumspezialisten würden verschwinden! Die natürliche Dynamik, die das Entstehen und Vergehen von Lebensräumen früher in unberührter Natur verursachte, funktioniert in der heutigen, vom Menschen kontrollierten Umwelt kaum mehr. In unserer Zeit sind menschliche Pflegeeingriffe unumgänglich, damit etliche für unsere Region typische Tier- und Pflanzenarten überleben können. Pro Natura Luzern betreut gegen 20 Schutzgebiete im Kanton.