Neophytenbekämpfung

Foto: Niklaus Troxler

Die Tier-, Pflanzen- und Pilzwelt in unserem Land ist in ständigem Wandel. Die Verbreitungsgebiete von Arten verändern sich und passen sich neuen Verhältnissen an. Problematisch wird es dort, wo der Mensch Arten absichtlich oder unabsichtlich über natürliche Verbreitungsgrenzen hinweg transportiert und sich diese Arten invasiv entwickeln. Solche invasive gebietsfremde Arten können sich in einem Lebensraum fast ungestört vermehren und ausbreiten und verdrängen dadurch einheimische Arten. Invasive gebietsfremde Arten stellen deshalb eine der wesentlichen Bedrohungen für die Biodiversität dar. Eine aktive Bekämpfung ist also angezeigt, besonders auch in Naturschutzgebieten mit grossem Pflanzen- und Tierreichtum. Pro Natura Luzern sorgt mit Hilfe von Zivildienstleistenden und Freiwilligen dafür, dass sich die invasiven Arten nicht weiter ausbreiten. Finanziert werden die Pflegearbeiten von Bund und Kanton.

Was können Sie tun?

Neophytenbekämpfung Drüsiges SpringkrautAber auch Private können die Ausbreitung von invasiven Neophyten bremsen: dulden Sie keine Problempflanzen in ihrem Garten. Setzen Sie stattdessen auf einheimische, standortgerechte Pflanzenarten. Melden Sie Fundstellen von invasiven Neophyten dem Kanton oder der Geschäftsstelle von Pro Natura Luzern. Oder packen Sie mit an bei einem Arbeitseinsatz zur Bekämpfung der invasiven Problempflanzen in einem Schutzgebiet von Pro Natura Luzern.

Weiterführende Informationen

Pro Natura Standpunkt Invasive gebietsfremde Arten (pdf)

Praxishilfe Neophyten (pdf) – Problempflanzen erkennen und richtig handeln, herausgegeben vom Kanton Luzern, im Auftrag und mit fachlicher Begleitung der Koordination Neobiota Luzern

Neophyten – Leitfaden für Gemeinden (pdf)

Merkblatt zu Neophyten (pdf) der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen (SKEW)