Kulturlandschaftsprojekt Seetal

Foto: Niklaus Troxler

Eine abwechslungsreiche, attraktive Kulturlandschaft erhalten und fördern – das ist das Ziel der Kulturlandschaftsprojekte im Seetal. Mit den beiden bisherigen Projekten (Kulturlandschaft Seetal I und II) hat Pro Natura Luzern bereits viel in dieser Richtung erreicht. Hunderte Hochstammobstbäume und dutzende Kleingewässer werten die Landschaft auf und bieten Tieren und Pflanzen einen Lebensraum. Auch die Bevölkerung im Seetal profitiert von den verschiedenen Landschaftselementen und geniesst eine idyllische Umgebung. Mit dem dritten Kulturlandschaftsprojekt (ab 2015) sollen weitere Kleingewässer geschaffen und zusätzliche artenreiche Blumenwiesen gefördert werden. Ziel ist es auch, die bestehenden Strukturen zu vernetzen.

 

Grössere Artenvielfalt dank blumenreicher Wiesen

Während in intensiv genutzten Wiesen nur wenige Arten zu finden sind, dienen extensiv genutzte, blütenreiche Wiesen vielen Kleintieren als Nahrungsquelle, Fortpflanzungs- und Rückzugsort. Obwohl extensiv genutzte Wiesen staatlich subventioniert werden, ist ihr flächenmässiger Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche gering und beträgt im Seetal lediglich vier bis sechs Prozent. Und nur rund ein Zehntel davon erreicht eine gute botanische Qualität. Mit dem dritten Kulturlandschaftsprojekt soll dieser Anteil erhöht werden, damit sich auch der Mensch an dem farbigen Blütenreichtum erfreuen kann.

Kleingewässer – Lebensraum für Vögel, Amphibien und Libellen

Kleingewässer wie Weiher, Tümpel oder kleine Gräben und Feuchtwiesen bereichern die Kulturlandschaft und sind wertvoller Lebensraum für eine Vielzahl gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Im intensiv genutzten Kulturland sind diese Lebensräume weitgehend verschwunden. Zwar sind in den letzten Jahrzehnten viele neue Gewässer erstellt worden – noch ist die Dichte aber zu gering und die Vernetzung nicht immer gewährleistet. Das dritte Kulturlandschaftsprojekt will dieses Defizit beheben.